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ACCENTRO-IW Wohnkostenreport 2017 - Wohneigentum 33 Prozent günstiger als Mieten

ACCENTRO-IW Wohnkostenreport 2017 - Wohneigentum 33 Prozent günstiger als Mieten


- Wohneigentum 33 Prozent günstiger als zu mieten
- Nord-Süd-Gefälle bei Selbstnutzungsvorteil
- Anzahl der Käufer sinkt in Städten
- Käufer sind durchschnittlich 48 Jahre alt und haben keine Kinder
- Selbst bei einem Zinsanstieg auf 4,5 Prozent bei der Anschlussfinanzierung stellen sich Selbstnutzer besser

Berlin, 11. Juli 2017 – Der Accentro-IW-Wohnkostenreport 2017 ergibt: Der Kauf einer Wohnimmobilie in Deutschland ist nach wie vor bundesweit deutlich günstiger, als diese zu mieten. Im Vergleich zum Vorjahr sinkt aber die Zahl der Ersterwerber: Für junge Familien wird es zunehmend schwerer Wohneigentum zu bilden, Tendenz steigend. Bei einer gesamtdeutschen Betrachtung ist der Erwerb von Wohneigentum durchschnittlich rund 33 Prozent günstiger als das Mieten. 2016 lag der Vorteil noch bei 41 Prozent. Für den Wohnkostenreport 2017 wurden bundesweit die Mieten und Wohnnutzerkosten aller 401 Landkreise und kreisfreien Städte ausgewertet. Die Studie wurde vom Institut der deutschen Wirtschaft (IW) Köln im Auftrag der Accentro Real Estate AG erstellt, unter wissenschaftlicher Leitung von Prof. Dr. Voigtländer.

 „Noch vor wenigen Jahren hieß es ‚Die Rente ist sicher‘. Inzwischen ist die Altersvorsorge zur Verantwortung eines jeden Einzelnen geworden. Daher ist die Bedeutung von Wohneigentum für die Generation der heute 35-Jährigen kaum zu unterschätzen. Der Accentro-IW-Wohnkostenreport belegt, dass es günstiger ist, zu kaufen als zu mieten. Zeitgleich wissen wir dank der sozioökonomischen Auswertung der Studie, dass die heutigen Käufer eher 48-jährige Doppelverdiener ohne Kinder sind, nicht die jungen Familien mit Kindern. Um Schwellenhaushalte wie auch junge Familien zu unterstützen, müssen Fehlentwicklungen der letzten Jahre wie Steigerung der Kaufnebenkosten rückgängig gemacht werden. Gute Ansätze dafür  wie Erlass der Grunderwerbsteuer für den Erstkäufer könnten die Altersvorsorge dieser Generation wesentlich erleichtern“, erläutet Jacopo Mingazzini, Vorstand der Accentro Real Estate AG.

Selbstnutzervorteil im Norden höher als im Süden – bundesweit 33 Prozent

Seit 2008 sind die Kosten für die Selbstnutzung kontinuierlich gesunken. Erst in den vergangenen zwei Quartalen sind diese wieder angestiegen. Dennoch ist im Bundesdurchschnitt der Erwerb einer Bestandsimmobilie etwa 33 Prozent günstiger als die Neuvermietung im Bestand einer vergleichbaren Wohneinheit. 2016 lag dieser Wert noch bei ca. 41 Prozent. Dabei lässt sich mit wenigen Ausnahmen ein deutliches Nord-Süd-Gefälle erkennen: In Hamburg ist die Vorteilhaftigkeit am höchsten mit 40 Prozent, in Stuttgart liegt diese bei lediglich 23 Prozent. Der Mehrwert in Berlin beträgt 36 Prozent. In allen Top 7-Standorten ist der Vorteil der Selbstnutzung gegeben. Grundlage der Berechnung sind die Nettokaltmieten sowie die Kosten der Selbstnutzer, die sich durch den Kaufpreis, die Erwerbsnebenkosten, die Hypothekenzinsen und entgangenen Zinsen auf das Eigenkapital, die Instandsetzung, den Wertverzehr ergeben.

Wohneigentum immer erschwinglicher – dennoch Stagnation

In den vergangenen Jahren ist Wohneigentum aufgrund der niedrigen Zinsen immer erschwinglicher geworden. Trotz dieser Tatsachen stagniert die Wohneigentumsquote in der Bundesrepublik, vor allem in Metropolregionen. Zusätzlich ist die Anzahl der Haushalte rückläufig, die von der Mietwohnung in das Eigenheim gewechselt sind - seit 2013 ist die Zahl um 25 Prozent zurückgegangen. Zeitgleich ist das Durchschnittsalter der Käufer von 50 auf 48 Jahre leicht gesunken.

Der Wechsel von der Mietwohnung ins Eigenheim erfolgt im internationalen Vergleich relativ spät. Hauptwechsler sind kinderlose Ehepaare die zusammenleben. Die Haushalte sind überwiegend voll erwerbstätig und verfügen über höhere Einkommen. Viele Wechsler (mehr als 30 %) sind außerdem Ledige mit einem hohen Nettoeinkommen.

„Kaufen ist aufgrund immer noch niedriger Zinsen günstiger als Mieten, auch in den Großstädten. Der Vorteil beträgt in Berlin 36 Prozent, in Frankfurt am Main 37 Prozent und auch in München 24 Prozent. Die Zahl der Käufer geht aber zurück, darüber hinaus werden die Käufer in der Stadt älter und haben weniger Kinder. Durchschnittlich beträgt das Alter der Ersterwerber in der Stadt schon 48 Jahre, und die Zahl der Kinder je Käuferhaushalt ist allein in den vergangenen zwei Jahren von 0,55 auf 0,35 gesunken. Ursächlich hierfür ist der hohe Kapitalbedarf aus Erwerbsnebenkosten und Eigenkapital, der viele Haushalte vom Kauf eines Eigenheims abhält. Dabei wäre es vor allem für die junge Generation wichtig, die Altersvorsorge durch Wohneigentum zu ergänzen", fasst Prof. Dr. Michael Voigtländer, Leiter des Kompetenzfelds Finanzmärkte und Immobilienmärkte des IW Köln, seine Studie zusammen.

Gefahr bei der Anschlussfinanzierung ist gering

Im Gegensatz zum Mieter betreibt der Eigentümer über die Tilgung einen Vermögensaufbau. Selbst bei einem Zinsanstieg auf 4,5 Prozent bei der Anschlussfinanzierung wird der Eigentümer trotz Zinsen, Tilgung und Instandsetzung weniger belastet als der Mieter. Dies gilt für 93 Prozent der Kreise und bedeutet, dass die Altersvorsorge praktisch kostenlos ist. In nur rund sieben Prozent der Landkreise ist der Vermögensaufbau mit einer Mehrbelastung gegenüber dem Mieten verbunden  – die meisten Kreise liegen im Großraum München.

Über die ACCENTRO Real Estate AG

Die ACCENTRO Real Estate AG ist ein börsennotiertes Wohnungsunternehmen. Das Kerngeschäft ist die mieternahe Wohnungsprivatisierung. Das Tochterunternehmen ACCENTRO GmbH ist marktführend in der Wohnungsprivatisierungsdienstleistung in Deutschland.
Die ACCENTRO Real Estate AG hat ihren Sitz in Berlin und ist im Prime-Standard der Frankfurter Wertpapierbörse (WKN: A0KFKB) notiert.

Über das Institut der deutschen Wirtschaft Köln

Das Institut der deutschen Wirtschaft Köln ist ein privates Wirtschaftsforschungsinstitut, das sich für eine freiheitliche Wirtschafts- und Gesellschaftsordnung einsetzt. Das Institut der deutschen Wirtschaft Köln ist ein eingetragener Verein. Unsere Mitglieder sind rund 110 Wirtschafts- und Arbeitgeberverbände in Deutschland sowie Einzelunternehmen. Zu den Projektpartnern zählen vor allem Stiftungen, Verbände und öffentliche Institutionen.

Die vollständige Studie können Sie hier als PDF downloaden.

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